Aktuelles

App statt Bank: Fintechs auch für Gesundheitswesen interessant.

Die Zahlungen der Pflegekassen verzögern sich – wieder einmal. Doch das Pflegeheim benötigt dringend den neuen Lifter. Und auch das ein odere andere Pflegebett hat schon bessere Zeiten gesehen. Auf der Messe hatte die PDL bereits einen Sonderpreis herausgehandelt. Vorraussetzung: Die Bestellung erfolgt innerhalb des laufenden Monats. Doch es fehlt an Liquidität. Da kommt das Angebot eines Online-Finetrading-Anbieters gerade Recht. Heute kaufen, bezahlen erst in 120 Tagen. Abwicklung online. Nach und nach bieten immer mehr Fintech-Firmen Finanzdienstleistungen nicht nur für Verbraucher an – sondern für Firmen und Organisationen.

„Fintechs“ sind junge Firmen, die online Finanzdienste anbieten. Oft nutzen Verbraucher diese Apps alternativ zur Hausbank. Anbieter wie die Hamburger Kreditech etwa verleihen Geld; vom 50-Euro-Kredit für drei Tage bis zum 50.000-Euro-Darlehen für drei Jahre. App statt Bank gibt es auch für Auslandsüberweisungen. Transferwise aus London sieht sich als Alternative zu Banken, weil es weniger Gebühren pro Geldtransfer verlangt. Online-Plattformen wie kapilendo, Bondora oder Lendico bringen Kreditnehmer mit Privatleuten zusammen, die Geld verleihen wollen.

Einer neuen Studie zufolge könnte das FinTech-Geschäftsvolumen in Europa bald auf mehr als sieben Milliarden Euro anwachsen. (weiterlesen)

Beim Einkauf die Volatilität austricksen

Zum Beispiel Kupfer: Wer beruflich mit diesem Metall zu tun hat, stöhnt über die aktuellen Preisschwankungen. Investoren dagegen freuen sich. Warum sollten sich nicht auch kupferverarbeitende Betriebe in die Lage versetzen, große Volatilitätspannen zu ihrem Vorteill zu nutzen? Beim Finetrading zum Beispiel finanziert ein Zwischenhändler den Einkauf vor – und sichert Liquidität. Ein smarter Mechanismus, erklärt am Beispiel des letzthin wieder äußerst volatil tendierenden Metalls Kupfer.

Von Dirk Oliver Haller

Timing ist alles. Das gilt vor allem an der Börse. So kaufen Unternehmen, die Metalle verarbeiten, oft in verhältnismäßig kleinen Zeiträumen große Mengen an Industriemetallen wie Aluminium, Kupfer oder Zink ein. Je besser die Wirtschaft läuft, desto größer die Nachfrage nach den Metallen – und desto teurer der Preis. Gerade jetzt könnte der Einstieg günstig sein. So ist der Kupferpreis in den vergangenen Jahren regelrecht eingebrochen. Vor fünf Jahren kostete eine Tonne des roten Metalls noch rund 8.500 US-Dollar. Heute sind es nur noch 6.000 Dollar. Im Zuge der anziehenden Konjunktur zeigt der jüngste Trend wieder nach oben. So teuer wie derzeit war Kupfer seit Mitte 2015 nicht mehr.

Der Kupferpreis sprang jüngst an, nachdem die Arbeiter der weltgrößten Kupfermine, die sich in Escondida in Chile befindet, in den Streik getreten sind. Mitte Februar kletterte er sogar bis auf 6.160 Dollar je Tonne. Da in der zweitgrößten Kupfermine der Welt, Grasberg in Indonesien, ebenfalls Förderausfälle wegen Problemen mit der Exportlizenz und Streiks drohen, bestand die Sorge, ein geringeres Angebot treffe auf größere Nachfrage, wie Finanzen.net berichtet. Doch schon die Nachricht, dass sich Vertreter der chilenischen Minenarbeiter und des britisch-australischen Bergbaukonzerns BHP Billiton zu Gesprächen treffen wollten, genügte, um den Preis gen 6.000 Dollar sinken zu lassen.

Für kupferverarbeitende Firmen sollte es daher heißen: Kaufen solange es günstig ist.

Doch gibt es oft ein naheliegendes Problem (weiterlesen)

Kupfer: Die Volatilität bei Rohstoffen austricksen

Wer beruflich mit Kupfer zu tun hat, stöhnt über die aktuellen Preisschwankungen. Investoren dagegen freuen sich. Warum sollten sich nicht auch kupferverarbeitende Betriebe in die Lage versetzen, große Volatilitätspannen zu ihrem Vorteill zu nutzen? Beim Finetrading zum Beispiel finanziert ein Zwischenhändler den Einkauf vor – und sichert Liquidität. Ein smarter Mechanismus, erklärt am Beispiel des letzthin wieder äußerst volatil tendierenden Metalls Kupfer.

Von Dirk Oliver Haller

Timing ist alles. Das gilt vor allem an der Börse. So kaufen Unternehmen, die Metalle verarbeiten, oft in verhältnismäßig kleinen Zeiträumen große Mengen an Industriemetallen wie Aluminium, Kupfer oder Zink ein. Je besser die Wirtschaft läuft, desto größer die Nachfrage nach den Metallen – und desto teurer der Preis. Gerade jetzt könnte der Einstieg günstig sein. So ist der Kupferpreis in den vergangenen Jahren regelrecht eingebrochen. Vor fünf Jahren kostete eine Tonne des roten Metalls noch rund 8.500 US-Dollar. Heute sind es nur noch 6.000 Dollar. Im Zuge der anziehenden Konjunktur zeigt der jüngste Trend wieder nach oben. So teuer wie derzeit war Kupfer seit Mitte 2015 nicht mehr.

Der Kupferpreis sprang jüngst an, nachdem die Arbeiter der weltgrößten Kupfermine, die sich in Escondida in Chile befindet, in den Streik getreten sind. Mitte Februar kletterte er sogar bis auf 6.160 Dollar je Tonne. Da in der zweitgrößten Kupfermine der Welt, Grasberg in Indonesien, ebenfalls Förderausfälle wegen Problemen mit der Exportlizenz und Streiks drohen, bestand die Sorge, ein geringeres Angebot treffe auf größere Nachfrage, wie Finanzen.net berichtet. Doch schon die Nachricht, dass sich Vertreter der chilenischen Minenarbeiter und des britisch-australischen Bergbaukonzerns BHP Billiton zu Gesprächen treffen wollten, genügte, um den Preis gen 6.000 Dollar sinken zu lassen.

Für kupferverarbeitende Firmen sollte es daher heißen: Kaufen solange es günstig ist. Doch gibt es oft ein naheliegendes Problem: die fehlende Liquidität. Trotz anhaltender Niedrigzinsen ist es für viele Unternehmen schwierig, ihren Wareneinkauf flexibel und günstig zu finanzieren. Angesichts der strengeren Eigenkapital- und Liquiditätsregeln – Stichwort Basel II und Basel III – halten sich viele Banken bei deren Finanzierung zurück. Erste Firmen setzen daher auf Finetrading.

Die Aussichten für Kupfer haben sich gedreht (weiterlesen)

Neues Jahr – Neues Geschäftsfeld

Haller Gruppe startet 2017 mit Unternehmensbeteiligungen

Die Haller Gruppe, ein dynamisch wachsender Unternehmensverbund, erweitert im kommenden Jahr ihr Geschäftsfeld um Firmenbeteiligungen. Dazu erwirbt die Gruppe aus dem nördlichen Münsterland deutsche Mittelständler, betreut diese aktiv und entwickelt sie nachhaltig weiter. In der Regel handelt es sich dabei um Firmen mit Potential, die in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind.

“Wir agieren fondsungebunden und können Entscheidungen schnell und pragmatisch treffen, da wir außerhalb des Aktiengesetzes oder der Corporate Governance keinen Regularien einesKomitees unterliegen”, sagt Vorstandsvorsitzender Dirk Oliver Haller. Die langjährigen Erfahrungen im Bereich der bankenunabhängigen Finanzierung durch Finetrading habe die Firmengruppe dazu bewogen ihr Geschäftsfeld zu erweitern. Die gesammelten Erfahrungen könnten effizient in bestehende und zukünftige Investments einfließen, verdeutlicht Haller.

Komplette Pressemitteilung lesen

Finanzierungen: Online-Start-ups für den Mittelstand

Die Zahl an FinTech-Unternehmen wächst rasant an. Nachdem vor allem Verbraucher im Fokus der frischen Finanz-Technologie-Firmen standen, rücken nun Mittelständler in den Fokus. Die Poduktion hat sich bei den Anbietern umgeschaut.

Online-Finetrading

interFin.de ist eine Website, die von der Deutschen Finetrading AG betrieben wird. Vorstand Dirk Oliver Haller zielt mit dem Angebot auf Gewerbetreibende, die das Kreditlimit ihrer Bank schonen wollen. Vorfinanziert werden von der Plattform Beschaffungsvolumen zwischen 500 und 20.000 Euro. Auch hier läuft die Bonitätsprüfung und das Einreichen der Lieferanten-Rechnungen online. Industriekunden müssen lediglich die Handelsregister- sowie die Steuernummer hinterlegen.

Innerhalb von 48 Stunden entscheidet InterFin, ob der Deal zustande kommt. Die besten Konditionen erzielen Finetrading-Kunden, wenn sie die gekauften Waren binnen 120 Tagen bezahlen. Wer das maximale Zahlungsziel von 150 Tagen ausreizt, muss höhere Kosten in Kauf nehmen. Los geht’s bei InterFin mit einer Gebühr von 0,63 Prozent pro Transaktion. Wer diese bucht, wird als Sofortzahler eingestuft und kann gegebenenfalls den Einkaufspreis runterhandeln.

Die Entfremdung von der Bank

Das eheähnliche Verhältnis – in guten wie in schlechten Zeiten – zwischen Banken und Mittelstand haben die Banken spätestens mit der Finanzkrise gekündigt.

Banken agieren aus der Perspektive des Mittelstands zunehmend erratisch. Heute zugesagte Kredite werden morgen wieder infrage gestellt oder schlicht kassiert. Der Firmenkundenberater ist längst zum Spielball sich überschlagender, zentral gesteuerter Strategiewechsel mutiert. Hierin manifestiert sich der steigende Druck, der auf den Banken lastet und der die Beziehung zum Mittelstand nachhaltig verändern wird. Wenn sich das Pfund einer verlässlichen Partnerschaft, mit dem die Banken lange Zeit gewuchert haben, verflüchtigt, geht ein zentrales Alleinstellungsmerkmal vis-à-vis neuer, alternativer Financiers verloren. Verstärkt wird die resultierende Bereitschaft des Mittelstands, sich versuchsweise auf neue Finanzierungsanbieter einzulassen, auch dadurch, dass sich knapp 40 Prozent der Unternehmen überwiegend oder überhaupt nicht fair und objektiv von ihrer Bank beraten fühlen (laut KMU-Banken- Barometer 2016).

Angesichts niedriger Zinsen, steigender Kapitalanforderungen und eines eingetrübten makroökonomischen Ausblicks ist gemäß der jüngsten EZB-Umfrage im vierten Quartal 2016 mit weiter anziehenden Kreditstandards zu rechnen. Dies wird der Bedeutung bankergänzender Finanzierungsbausteine weiteren Auftrieb verleihen.

Und so verwundert es nicht, dass neben den klassischen, bankergänzenden Finanzierungsbausteinen wie Factoring und Leasing, auch eine Vielzahl neuer Finanzierungsanbieter auf den Plan treten. Die Angebote reichen von der Finanzierung des Umlaufvermögens durch FinTechs wie zum Beispiel Creditshelf, über FineTrading, einer Form der Handelsfinanzierung, durch Anbieter wie zum Beispiel der DFT Deutsche Finetrading AG, bis hin zu langfristigen Finanzierungsbausteinen mit freier Mittelverwendung, wie zum Beispiel die KMU-Anleihe der WIR Finanzierer Gruppe. Dass über diese Plattformen vielfach Gelder internationaler institutioneller Investoren investiert werden, die die Finanzierung des Mittelstands zu Recht als attraktive Assetklasse für sich entdeckt haben, ist dabei mehr als eine Randnotiz wert. Diese neuen Finanzierungsangebote stärken Unternehmen auch für ihre Bankverhandlungen den Rücken, denn: Eine diversifizierte Finanzierung macht unabhängig und verschiebt die Verhandlungsgewichte zu Gunsten des Unternehmens.

Artikel als PDF

Quelle: DER Mittelstand. Das Unternehmermagazin
Ausgabe 06/2016 – Dezember 2016 / Januar 2017

Diese Start-ups richten sich speziell an Unternehmen

Die Zahl an Fintech-Unternehmen wächst rasant an. Während bisher vor allem Verbraucher als Zielgruppe der frischen Finanz-Technologie-Firmen galten, rücken nun Mittelständler in den Fokus.
Die Fintech-Branche boomt. Laut der Unternehmensberatung McKinsey gibt es inzwischen weltweit rund 12 000 Fintech-Anbieter, die den traditionellen Finanzdienstleistern Konkurrenz machen. Wir stellen Ihnen einige der neuen Player und ihre Geschäftsmodelle vor.

Online Factoring

Decimo ist ein Anbieter, der sich auf Online-Factoring spezialisiert hat. Firmen können beim Berliner Fintech Rechnung von 50 bis 50 000 Euro einreichen. „Nach kurzer Prüfung ist das Geld innerhalb von 24 Stunden überwiesen“, verdeutlicht Gründer Andreas Dubrow den schnellen Prozess. Wobei der durchschnittliche Rechnungsbetrag bei rund 1000 Euro liegt. Decimo erhebt mindestens 2,9 % Gebühr vom Rechnungsbetrag (netto). Online abgewickelt, können Rechnungen eingereicht werden, die bis in 60 Tagen beglichen sein sollen. Länger Zahlungsziele müssen separat ausgehandelt werden, so der Seitenbetreiber. Gestartet 2014 mit einer Bankenlizenz erzielt das junge Unternehmen aktuell einen Außenumsatz von 6 Mio. Euro.

Online Finetrading

InterFin ist eine Website, die von der Deutschen Finetrading AG betrieben wird. Vorstand Dirk Oliver Haller zielt mit dem Angebot auf Gewerbetreibende, die das Kreditlimit ihrer Bank schonen wollen. Vorfinanziert werden von der Plattform Beschaffungsvolumen zwischen 500 und 20 000 Euro. Auch hier laufen die Bonitätsprüfung und das Einreichen der Lieferanten-Rechnungen online. Industriekunden müssen lediglich die Handelsregister- sowie die Steuernummer hinterlegen. Innerhalb von 48 Stunden entscheidet InterFin, ob der Deal zustande kommt. Die besten Konditionen erzielen Finetrading-Kunden, wenn sie die gekauften Waren binnen 120 Tagen bezahlen. Wer das maximale Zahlungsziel von 150 Tagen ausreizt, muss höhere Kosten in Kauf nehmen. Los geht’s bei InterFin mit einer Gebühr von 0,63 % pro Transaktion. Wer diese bucht, wird als Sofortzahler eingestuft und kann gegebenenfalls den Einkaufspreis runterhandeln.

Crowd Finanzierung (weiterlesen)

Spannende Perspektiven: Fintechs finanzieren Unternehmen

Starke Resonanz auf Vorstellung von Fintech-Anbietern für bankenunabhängige Unternehmensfinanzierung beim Business Breakfast in Frankfurt am Main

Die Finanzierungslandschaft für mittelständische Unternehmen in Deutschland befindet sich im Umbruch. So zeigt sich, dass trotz anhaltender Niedrigzinsen der Zugang zu Bankkrediten gerade für kleinere und mittelgroße Unternehmen immer schwieriger wird. Im aktuellen «KMU-Banken-Barometer 2016» fasst der Bundesverband freier Berater die Ergebnisse so zusammen: «Bei neun der zehn Standardaussagen schätzen die Unternehmen ihre Finanzierungs- und Banken-Situation schlechter ein als 2015. Bereits im Vorjahr galt das für acht Aussagen. Wir sehen dies mit Blick auf die Finanzierung der Unternehmen mit Sorge.» Daraus lässt sich schließen: Wer als Unternehmer bei seiner Hausbank
eine Finanzierungsanfrage stellt, muss mit restriktiverem Verhalten – beispielsweise in Form von hohen Risikoaufschlägen oder strengen Anforderungen an Kreditsicherheiten – rechnen.

Ausgerechnet die niedrigen Zinsen, die eigentlich für Unternehmen die Finanzierungskosten senken sollten, sind eine der maßgeblichenUrsachen für die drohende Kreditklemme im Mittelstand. Weil durch die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB die Zinsmargen der Banken zusammengeschrumpft sind, sinken deren Erträge. Als Reaktion darauf versuchen viele Geldinstitute, ihre Bilanzrisiken zu reduzieren. Das führt dazu, dass bei der Vergabe von Unternehmenskrediten die Anträge häufig nur noch bei umfangreichen Sicherheiten genehmigt werden oder sich Geldinstitute mehr oder weniger ganz aus dem Geschäft mit kleineren und mittelständischen Unternehmen zurückziehen. […]

Gesamter Artikel als PDF

Dieser Artikel erschien zuerst in Kredit & Rating Praxis 06/2016

Deutsche Banken auf dünnem Eis

von Dirk Oliver Haller

Start-ups und Fintechs bringen die etablierten Banken dazu, Geschäftsmodelle zu hinterfragen und zu ändern. Zwar werden Banken auch in zehn Jahren noch Mittelständlern Geld leihen, allerdings ganz anders als heute.

Der Finanzmarkt ist in Bewegung: Getrieben durch die europäische Null-Zins-Politik und verstärkte Regulierungen nach der Finanzkrise 2008, sind die deutschen Dinosaurier der Finanzwelt zum Umdenken gezwungen.

Zudem bekommen Regional- und Großbanken zwischen Hamburg und München Druck von unten. FinTechs drängen auf den Markt. Sie haben vor allem Privatkunden im Visier und bieten gut verständliche Apps, um Bankgeschäfte bequem und günstig abzuwickeln. Weltsparen etwa vermittelt Festgeldanlagen im europäischen Ausland.

Die Hamburger Kreditech verleiht Geld vom 50-Euro-Kredit für drei Tage bis zum 50.000-Euro-Darlehen für drei Jahre. App statt Bank auch bei Auslandtransfers: Das Londoner Start-up Transferwise sieht sich als Alternative zu deutschen Banken, weil sie einen besseren Service bieten und weniger Gebühren verlangen. Plattformen wie Auxmoney, Bondora oder Lendico bringen Kreditnehmer mit Privatleuten zusammen, die Geld verleihen wollen.

Einer neuen Studie zufolge könnte das Geschäftsvolumen in Europa auf bald mehr als sieben Milliarden Euro anwachsen. Für die USA prognostizieren die Berater von PwC bis in einer Dekade sogar einen 150 Milliarden Dollar schweren Markt.

Entwickelt sich dieses „Crowdlending“ hierzulande ebenso rasant, werden Volksbanken und Sparkassen bald weniger Kredite abzeichnen. Denn all diese jungen Plattformen und Geldhäuser wollen den deutschen Mittelstand als Kunden. Der wiederum hat die Auswahl an Anbietern die vermeintlich schneller, pfiffiger und internationaler agieren.

Und es wird noch härter: Die deutschen Banken haben im internationalen Wettbewerb den Anschluss verloren. Unter den zehn wertvollsten Banken der Welt befinden sich fast ausschließlich amerikanische und chinesische Gesellschaften. Auf Platz 20 rangiert das wertvollste Institut der Euro-Zone. Die wertvollste deutsche Bank findet sich nach Platz 100. Das ist nicht gleichgültig, wenn die Industrie bei großen Finanzierungen und Transaktionen auf ausländische Banken angewiesen ist. Umso mehr, weil Kreditentscheidungen in kritischen Fällen noch nie frei von politischen Einflüssen gewesen sind.

Ohne Banken geht es nicht

Dennoch gibt es Grund zu vorsichtigen Optimismus: Die Bankern haben die Situation erkannt. Etliche hinterfragen ihre bisherigen Modelle. Suchen Kontakt zu alternativen Anbietern, um ihr Portfolio abzurunden. Oder programmieren Apps und schulen den Vertrieb, um in Sachen sozialen Medien aufzuholen.

Laut etlicher Umfragen und Studien sind die Pfunde, mit dem Sie wuchern sollten, Sicherheit und Vertrauen. Natürlich nutzen gerade junge Leute ausgiebig Online-Kanäle. Aber die klassische Bankverbindung und die Sicherheit, die damit verbunden ist, haben immer noch oberste Priorität.

Dennoch müssen sich Banken schneller den Bedürfnissen der Kunden annehmen. Darlehen von Instituten machen nur noch 23 Prozent des Fremdkapitals von Unternehmen aus – vor zehn Jahren waren es noch 30 Prozent. Dünner sollte das Eis nicht werden.

Artikel als PDF herunterladen

Dieser Artikel erschien zuerst in der Wirtschafts Woche.

Online-Finetrading: Finanzierungsspielraum für Einkäufer

Wie Industrieunternehmen Beschaffungsvolumina bis 20.000 Euro online abwickeln.

„Fintechs“ sind junge Firmen, die online Finanzdienste anbieten. Oft nutzen Verbraucher diese Apps alternativ zur Hausbank. Anbieter wie die Hamburger Kreditech etwa verleihen Geld; vom 50-Euro-Kredit für drei Tage bis zum 50.000-Euro-Darlehen für drei Jahre. App statt Bank gibt es auch für Auslandsüberweisungen. Transferwise aus London sieht sich als Alternative zu Banken, weil es weniger Gebühren pro Geldtransfer verlangt. Einer Studie zufolge könnte das FinTech-Geschäftsvolumen in Europa bald auf mehr als sieben Mrd. Euro anwachsen. Für die USA prognostizieren Berater von PwC sogar einen 150 Mrd. Dollar schweren Markt.

Maximales Einkaufsvolumen von 20.000 Euro

Die Deutsche Finetrading AG verspricht schnelles Geld für Beschaffungsvolumina bis 20.000 Euro. Firmen, die bei ihrer Hausbank ans Kredit-Limit stoßen, es nicht komplett ausreizen wollen oder einfach kurzfristig nach einer alternativen Finanzierung suchen, finden hier einen kurzfristigen Finanzierungsspielraum.

Einkäufer aus Industrieunternehmen legen auf dem Portal „InterFin“ einen Lieferanten an und laden das zu finanzierende Angebot hoch. Das können etwa Halbfertigprodukte, Maschinenteile sein oder Werkzeuge – alles unterhalb von 20.000 Euro Finanzierungsvolumen. Denn das ist der maximale Spielraum, den die Fintech-Plattform gewährt. Der Mindestbestellwert beträgt 500 Euro netto.

Kurze Bonitätsprüfung (weiterlesen)