Aktuelles

Exportmärkte für Lebensmittelproduzenten werden immer attraktiver

Für produzierende Betriebe aus der Lebensmittelbranche wird der Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus immer lohnenswerter. Das zeigt das aktuelle Exportbarometer, das von der Unternehmensberatung Pwc im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erhoben wird. Der Indikator beruht auf einer regelmäßigen Befragung von 400 Geschäftsführern und Exportleitern aus der Lebensmittelbranche. Im Dezember 2017 stieg der Stimmungsindex im Vergleich zum Vorjahr um fünf Punkte auf 46 Zähler. Die positiven Geschäftserwartungen ziehen sich durch alle Teilbranchen der Lebensmittelindustrie wie Feinkost, Fertiggerichte, Öle, Getränke oder Süßwaren.

Weniger Handelshemmnisse, mehr Exportchancen

Differenzierter zeigt sich der Trend bei der Betrachtung der Zielmärkte: Während die Erwartungen beim Absatz ins EU-Ausland überwiegend konstant verlaufen, ist ein Zuwachs bei den Exporten in Drittländer wie China, Japan, Russland oder die Vereinigten Arabischen Emirate zu verzeichnen. Neue Perspektiven erhoffen sich viele Betriebe aus der Lebensmittelbranche auch beim Export nach Kanada, Südafrika, Südkorea und in die Ukraine. Mit diesen Staaten hat die EU Handelsabkommen geschlossen, die bereits in Kraft getreten sind oder zumindest vorläufig gelten. Gerade im oftmals von Handelshemmnissen belasteten Lebensmittel-Exportgeschäft bringen solche Abkommen wichtige Erleichterungen beim grenzüberschreitenden Handel.

Eine Herausforderung ist der Export in Nicht-EU-Staaten für mittelständische Betriebe, die in der Lebensmittelbranche den Löwenanteil ausmachen. Denn: 95 Prozent der knapp 6.000 Lebensmittelproduzenten haben laut BVE-Unternehmensstatistik weniger als 250 Mitarbeiter. In Unternehmen dieser Größenordnung reicht die personelle Kapazität oftmals nicht aus, um für den Export in Staaten außerhalb der EU eine umfassende Länderexpertise aufzubauen. Gerade wenn es um die Abwicklung der Exportformalitäten geht oder Bonität des Auslandskunden einzuschätzen ist, stehen Mittelstandsbetriebe häufig vor schwierigen Aufgaben – vor allem dann, wenn der Kunde im Ausland ein längeres Zahlungsziel oder eine Finanzierung des Geschäfts wünscht.

Exportfinanzierung für mittelständische Lebensmittelproduzenten

Auf elegante Weise können mittelständische Lebensmittel-Exporteure dieses Problem lösen, indem sie Finetrading als Finanzierungsinstrument einsetzen. Die DFT Deutsche Finetrading AG bietet eine einfach zu handhabende und bankenunabhängige Finanzierungsmöglichkeit an, die besonders gut für Mittelständler geeignet ist. Die Finanzierung basiert darauf, dass sich der Finetrader als Zwischenhändler einschaltet und die Ware direkt an den eigentlichen Kunden weiterveräußert. Der Zwischenhandel findet lediglich auf der rechtlichen Ebene statt, während die Ware direkt vom Produzenten an den Abnehmer im Ausland geliefert wird. Der Finetrader begleicht die Rechnung des Lieferanten sofort und gewährt beim Weiterverkauf dem Abnehmer ein Zahlungsziel bis zu sechs Monaten.


Beispiel: Ein deutscher Hersteller von Fertiggerichten hat einen Importeur in Südafrika gefunden, der Produkte im Wert von 50.000 Euro ordern will. Allerdings möchte er erst nach vier Monaten zahlen, um so die Zeit bis zum Abverkauf der Waren zwischenzufinanzieren. Würde der Hersteller direkt liefern, müsste er das Bonitätsrisiko in einem für ihn noch unbekannten Wirtschaftsraum eingehen. Der Finetrader hat hingegen seinen Sitz in Deutschland, bezahlt die Rechnung sofort und übernimmt bei der anschließenden Exportfinanzierung über das langfristige Zahlungsziel auch das Ausfallrisiko.

Davon profitieren beide Parteien: Der deutsche Produzent muss sich nicht mit Bonitäts- und Länderrisiken befassen, und der ausländische Exportkunde erhält die Ware mitsamt der passgenauen Finanzierung als Gesamtpaket.

 

Link zum Exportbarometer: https://www.pwc.de/exportbarometer-dezember2017

 

Fintechs etablieren sich im B2B-Geschäft

ING-Studie: Das B2B Geschäft 

Während die Publikumspresse häufig über Fintechs berichtet, deren Zielgruppe hauptsächlich aus Privatkunden besteht, sind technologiebasierte Finanzunternehmen mit dem Firmenkundengeschäft als Schwerpunkt weit weniger bekannt. Doch das heißt noch lange nicht, dass das Segment der digitalen Finanzdienstleister im Firmenkunden- oder B2B-Geschäft weniger bedeutsam wäre.

Eine aktuelle Studie des niederländischen Finanzkonzerns ING zeigt, auf welch vielfältige Weise Fintechs die traditionellen Geschäftsmodelle der Banken im Firmenkundengeschäft herausfordern. Die Zeiten, in denen für Unternehmer die Hausbank der erste Ansprechpartner in allen Fragen rund um Finanzierung, Zahlungsverkehr und Kapitalanlage war, neigen sich rasant dem Ende zu. Denn: Entscheidend für Unternehmer sei nicht die Zuordnung eines Finanzpartners zum Banken- oder Fintech-Sektor, sondern der Mehrwert, den dieser zu bieten habe, heißt es in der Studie.

 

Digitale Finanzierungslösungen sind ein Schwerpunkt

Mittlerweile stehen in allen Bereichen der unternehmerischen Finanzen Fintechs im lebhaften Wettbewerb zu Banken und anderen klassischen Finanzdienstleistern. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist dabei die Unternehmensfinanzierung. „Insbesondere auf der Finanzierungsseite haben sich zahlreiche Anbieter etabliert, die in verschiedenen Spielarten entlang der Lieferkette Finanzierungen vermitteln oder klassische Fremdfinanzierungen über Plattformen organisieren“, schreiben die Autoren der ING-Studie.

Ziel der meisten Fintechs ist es nicht, das Geschäft der Banken obsolet zu machen. Vielmehr wollen sie mit ihren Produkten und Dienstleistungen dazu beitragen, dass für Unternehmen die Finanzgeschäfte effizienter und transparenter abgewickelt werden. Die Studie zählt einige Vorteile auf, von denen Unternehmen durch das Aufkommen technologiebasierter Finanzdienstleister profitieren können: „Die Auswahl unter den Anbietern wird größer, etliche Prozesse werden schneller, verlässlicher und günstiger.“

Fintechs als Türöffner zu neuen Finanzierungswegen

Dazu kommt, dass Fintechs gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen ein Türöffner zu bislang nicht gangbaren Finanzierungswegen sein können. Weil digitale Prozesse die Fixkosten bei bestimmten Transaktionen und Geschäften drastisch verringern, lassen sich in vielen Bereichen die Untergrenzen für Finanzierungsangebote deutlich senken.

Beispiel Finetrading: Hier gelingt es der Interfin GmbH dank weitgehender Automatisierung von Prüfungs- und Abwicklungsprozessen, beim Online-Abschluss einen Finanzierungsrahmen ab 10.000 Euro anzubieten. Die bankenunabhängige Finetrading-Finanzierung erfolgt über die Einschaltung des Finetraders als Zwischenhändler, der dem Finanzierungskunden ein Zahlungsziel bis zu sechs Monaten gewährt. Damit lässt sich beispielsweise für kleinere Handelsunternehmen die Einkaufsfinanzierung von saisonalen Waren ebenso effizient wie flexibel gestalten.

So wie Finetrading als digitalisierte Fintech-Finanzierung den klassischen Bankkredit ergänzt, wird auch durch andere Fintech-Lösungen der finanzielle Werkzeugkasten für Unternehmen erweitert. Fest steht, dass der noch junge Markt gerade für den Mittelstand noch einige Innovationen bieten dürfte. Denn die Studienautoren bestätigen, dass das Segment der kleinen und mittelgroßen Unternehmen bei B2B-Fintechs besonders begehrt ist: „Zwei Drittel der Anbieter haben ausschließlich diese Zielgruppe im Visier.“

 

Link zur Studie: https://www.ing.de/media/1962505/finance-fintech-studie.pdf

Von Dirk Oliver Haller

Das Unternehmen der Zukunft ist flexibel – auch bei der Finanzierung

Wie wirkt sich der tiefgreifende technologische und ökonomische Wandel konkret auf die Zukunft der Unternehmen aus? Dieser Frage ist die Managementberatung Bain & Company nachgegangen, die in ihrer aktuellen Studie „The Firm of the Future“ einige Kernthesen zu den zukünftigen Erfolgsfaktoren für Unternehmen aufgestellt hat.

Wichtigste Erkenntnis: Der Wandel von Technologien und Geschäftsmodellen wird sich weiter beschleunigen, und so genannte disruptive Entwicklungen sind auf dem Vormarsch. Letzteres bedeutet, dass die Entwicklung neuer Produkte oder Geschäftsideen nicht mehr auf der organischen Modernisierung des bereits Vorhandenen beruht, sondern auf einem radikal neuen Denkansatz, der im Erfolgsfall innerhalb kurzer Zeit das Aus für traditionelle Geschäftsmodelle bedeuten kann.

Je rasanter sich die Marktbedingungen wandeln, umso mehr Flexibilität wird von den Unternehmen gefordert, so das Fazit der Bain-Studie. Beweglichkeit bei der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten durch Netzwerke und On-Demand-Services, schnell anpassbare Organisationsformen, kurze interne und externe Kommunikationswege – diese Gesichtspunkte zählen nach Ansicht der Studienautoren zu den Eigenschaften, die ein zukunftsfähiges Unternehmen vorweisen muss.

 

In allen Unternehmensbereichen mehrere Optionen offenhalten

Eine weitere Kernthese aus der Studie lautet: „Für ein erfolgreiches Vorankommen reicht ein Motor allein künftig nicht mehr aus.“ Dies gelte nicht nur bei der Produktstrategie, die neben den bewährten Cash-Cows stets ein Portfolio an mutigen Neuentwicklungen enthalten sollte, sondern auch bei der Unternehmensfinanzierung. Wer sich allein auf die klassischen Finanzierungsinstrumente Eigenkapital und Bankkredit stützt, lässt wichtige Potenziale ungenutzt, wenn es bei schnellen strategischen Entscheidungen um die ebenso schnelle wie passgenaue Finanzierung geht.

„Die Gewinnung von Eigenkapital und der Abschluss von Krediten wird weiterhin für Unternehmen lebensnotwendig bleiben, doch die Kapitalstrukturen werden flexibler“, schreiben die Autoren der Studie. Konkret bedeutet das, dass einzelne Finanzierungsmaßnahmen künftig noch genauer auf die zu finanzierende Investition abgestimmt werden. Auch gibt es klare Tendenzen zur Ausweitung der Zahl der Finanzierungspartner, um im Bedarfsfall aus einem Pool potenzieller Geldgeber das effizienteste Angebot herausfiltern zu können.

Projektorientierte Finanzierungsstrategie als Zukunftstrend

Für Investoren geht es bei der Unternehmensfinanzierung der Zukunft weniger darum, einen gewissen Anteil an der Gesamtfinanzierung des Betriebs zu übernehmen, als vielmehr innerhalb des vielschichtigen Finanzierungsbedarfs im Unternehmen Kapital für ein konkretes Projekt zur Verfügung zu stellen.

Der Siegeszug dieses Denkens zeigt sich nicht nur im Crowdfunding, das gerne als Paradebeispiel für die projektbasierte Unternehmensfinanzierung angeführt wird. Auch die Finanzierung immer wiederkehrender Projekte wie etwa der Einkauf von saisonalen Handelswaren oder die Beschaffung von Rohstoffen lässt sich schon heute so skalieren, dass sie mit Blick auf die Liquidität und Flexibilität optimal an die Kapitalbindung angepasst werden kann.

 

Finetrading als Baustein im Finanzierungsmix

Ein innovatives Instrument für die effiziente Einkaufsfinanzierung ist Finetrading, bei dem die Finanzierung durch die Einschaltung des Finetraders als virtueller Zwischenhändler über das mehrmonatige Zahlungsziel erfolgt. Wichtiger Vorteil neben der äußerst flexiblen und einfachen Handhabung: Beim Einsatz von Finetrading werden keine Pfandrechte als Sicherheit benötigt, so dass der finanzielle Gestaltungsspielraum in voller Höhe erhalten bleibt. Gerade mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens erweist sich Finetrading somit als vielseitig einsetzbares Instrument in der projektorientierten Einkaufsfinanzierung.

Von Dirk Oliver Haller

 

(Quelle: http://www.bain.de/Images/BAIN_BRIEF_Firm_of_the_Future.pdf)

 

Hohe Kosten hemmen Digitalisierung im Handel

Der deutsche Fach- und Einzelhandel befindet sich in einer epochalen Umbruchphase: Die Transformation von stationärem Handel zum Onlinehandel sowie die zunehmende Marktmacht großer Handelsketten sind vor allem für kleinere Einzelhändler eine immense Herausforderung. Wer sich auf Dauer im schärfer werdenden Wettbewerb halten will, braucht innovative Strategien für das stationäre und digitale Geschäft. Allerdings stehen gerade kleinere Handelsunternehmen vor hohen Hürden, wenn es um die Erschließung des Onlinehandels als zusätzlichen Vertriebskanal geht. Das zeigt die aktuelle Einzelhandelsstudie 2017, die gemeinsam vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Universität Regensburg erstellt wurde.

Während mehr als die Hälfte der großen Handelsbetriebe einen eigenen Onlineshop betreibt, liegt der Anteil der Shopbetreiber im Segment der kleinen Händler bei lediglich 30 Prozent. Dabei sehen Experten die besten Zukunftsaussichten für Handelsunternehmen in der Verknüpfung von stationärem und digitalem Handel – ein Fakt, der auch von bislang ausschließlich stationär agierenden Händlern durchaus wahrgenommen wird: Jeder vierte Befragte erwartet auf Sicht der nächsten fünf Jahre rückläufige Umsätze im klassischen Ladengeschäft.

Kleinere und mittelständische Händler unter Druck

Doch die Einführung des Onlinehandels als zweites Standbein ist für Händler oft nur mühsam zu bewerkstelligen. Noch vor Zeitmangel und fehlenden personellen Ressourcen stehen die hohen Kosten ganz oben auf der Rangliste der Hindernisse beim Aufbau eines Onlineshops. Gut sechs von zehn Befragten gaben an, dass hohe Kosten ein wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium dafür gewesen seien, vorerst auf die Einrichtung einer Onlinepräsenz zu verzichten.

Gerade aus Sicht kleinerer und mittelständischer Handelsunternehmen, deren Margen aufgrund des immer schärferen Wettbewerbs mehr denn je unter Druck stehen, erscheint das Kostenargument plausibel. Doch wer nicht investiert, riskiert auf lange Sicht den Verlust von Marktanteilen und gefährdet möglicherweise sogar die Zukunftsfähigkeit seines Betriebs.

 

Moderne Einkaufsfinanzierung schafft Liquidität für notwendige Investitionen

Für Händler gilt es daher Wege zu finden, um die Ertragslage und Liquidität des Unternehmens so zu optimieren, dass für die Finanzierung von Online-Investitionen ausreichende Eigenmittel zur Verfügung stehen. Ein bedeutsamer Ansatzpunkt ist hierbei die Einkaufsfinanzierung – immerhin sind im Warenbestand  häufig liquide Mittel in beträchtlicher Höhe gebunden. Das gilt vor allem dann, wenn der Händler vorwiegend saisonale Produkte anbietet und einige Monate zwischen Beschaffung und Verkauf zwischenfinanzieren muss. Erschwerend kommt oft hinzu, dass kleine Händler im Einkauf weitaus engere Zahlungsziele vorgegeben bekommen als Großabnehmer, die ihre Marktmacht auch beim Aushandeln der Zahlungskonditionen ausspielen können.

Mit Finetrading als einfach zu handhabendem Finanzierungsinstrument können auch kleinere und mittelständische Handelsbetriebe ihre Einkaufskonditionen verbessern und Liquidität generieren. Der Finetrader schaltet sich dabei als Zwischenhändler ein, bezahlt die Rechnung des Lieferanten sofort und gewährt dem Händler ein bis zu sechsmonatiges Zahlungsziel. Doppelter Vorteil: Dank der großzügig bemessenen Zahlungsfrist kann der Händler nicht nur die liquiden Mittel erhöhen, sondern die Sofortzahlung durch den Finetrader in der Konditionenverhandlung mit dem Lieferanten als Argument einsetzen.

„Nun gilt es die richtigen Antworten zu finden, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können“, schreiben die Autoren der Einzelhandelsstudie. Eine der Antworten ist der Einsatz moderner Finanzierungsinstrumente wie Finetrading, um für die mit der Digitalisierung verbundenen Investitionen Liquidität zu schaffen.

 

Von Dirk Oliver Haller

 

Hohe Kosten hemmen Digitalisierung im Handel

Mittelstand 4.0: „Die Finanzierung von Unternehmen verändert sich”

Am 20. Juli 2017 fand bei Sonntag & Partner in Augsburg eine Veranstaltung der DFT Deutsche Finetrading AG statt. Im Herzen der Augsburger Innenstadt stellten sich Experten der Frage: Wie verändert sich die Finanzierung des Mittelstands im Zuge des digitalen Wandels?

Dr. Klaus Leuthe, Partner der Kanzlei Sonntag & Partner, begrüßte als Gastgeber die zahlreichen Teilnehmer des Events. „Finanzierung 4.0 ist für uns ein zunehmend wichtiges Thema“, so Leuthe. Ein Grund dafür: Rund 85 Prozent der Mandanten der Kanzlei gehören zum inhabergeführten Mittelstand. „Die Finanzierung traditioneller Familien-Unternehmen verändert sich. Vor 20 Jahren wurde das Thema noch anders diskutiert als heute“, so Leuthe weiter.

Wie wirken sich die niedrigen Zinsen auf die Kredit-Vergabe aus?

App statt Bank

Auf der Messe hat der Einkäufer eines Klinikums einen Sonderpreis für ein medizinisches Gerät herausgehandelt. Weil die Zahlungen der Krankenkasse sich verzögern, fehlt es aber an Liquidität. Die Bank will das Geld nicht vorstrecken. Was tun? HCM-Autorin Ronja Gysin hat sich bei Onlinefinanzierern umgehört und folgende Alternativen zur Bank gefunden.

Einkaufsvolumen zwischen 500 und 20.000 Euro können Kliniken über OnlineFinetrading vorfinanzieren. Ähnlich einem Kontokorrentkredit stellt der Finetrader eine Linie bereit (ähnlich einem Kontokorrentkredit, kurzfristige oder befristete Liquidität). Basis ist jedoch kein Kredit, sondern ein Handelsgeschäft. Der Einkäufer verhandelt nach Abschluss eines Finetradingvertrags wie üblich Preis- und Liefermodalitäten mit seinen Lieferanten. Dann springt der Finetrader bei Vertragsabschluss als Zwischenhändler ein. Er erwirbt die Geräte für einen Zeitraum von bis zu 150 Tagen. Nach Auftragsfreigabe und Bestellung durch den Finetrader wird die Ware sofort geliefert. Der Finetrader begleicht die Rechnung unverzüglich. Die Klinik kann das vom Finetrader gewährte Zahlungsziel in Anspruch nehmen und auf diese Weise ihre Liquidität schonen. Zudem gilt sie als Barzahler und kann Rabatte verhandeln. Anbieter ist z.B. www.interfin.de, die Onlineplattform der Deutschen Finetrading AG.

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Quelle: Health & Care

Apps erleichtern Arbeit

Im Applikation-Dschungel gibt es tausende an Helfern für Handwerker. Da den Überblick zu behalten fällt schwer. Wer sich allerdings strikt an die eigenen Abläufe und Prozesse hält, findet online gute Unterstützer: Von einer Photovoltaik-App, über eine virtuelle Werkzeugkiste bis hin zum Online-Finanzierungshelfer sowie einem umfangreichen Nachschlagewerk für Rechtsfragen. Alles abgestimmt auf die Bedürfnisse der (Solar-)Handwerker.

Zuerst steht der Kundentermin an. Wer noch Überzeugungsarbeit hinsichtlich der Rentabilität einer PV-Anlage leisten muss, dem hilft die kostenfreie App: PV Deutschland. Sie macht Leistungen der Photovoltaik auf dem iPad sichtbar. Wer sich in die PV-App hineinfuchst, bekommt viele Informationen. Etwa, wie viel Leistung Photovoltaik-Anlagen aktuell in Deutschland erzeugen oder wie hoch die Leistung in einer bestimmten Region ist und welchen Anteil diese an der deutschlandweiten Erzeugung hat.

Besonders interessant für potentielle Solar-Kunden: (weiterlesen)

Geld aus dem Internet

Wie Logistiker digitale Alternativen zur Hausbank finden

Industrie 4.0 und Digitalisierung sind das beherrschende Thema in der Logistikszene. Komplette Wertschöpfungs- und Prozessketten können heute virtuell abgebildet und verknüpft werden. Warum nicht auch Finanzströme im digitalen Zeitalter über das Internet abwickeln?

Wenn es um Geld und Zahlungsströme geht, hat die Logistikbranche an vielen virtuellen Stellen noch Luft nach oben. Natürlich wird der klassische Zahlungsverkehr heute nahezu überall elektronisch erledigt. Rechnung, Löhne und Gehälter bezahlen Logistiker online. Doch wenn es um Finanzierungen und deren Anbahnung geht, tigern viele Mittelständler nach wie vor zur Hausbank und bitten um Kredit.

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Fintechs – vom harten Wettbewerber zum ergänzenden Kooperationspartner

Einsatzmöglichkeiten am Beispiel von Online-Finetrading

Die klassische Finanzdienstleistungsbranche steht vor enormen Herausforderungen verbunden mit tiefgreifenden technologischen Umbrüchen. Etliche Finanzdienstleister bangen um ihr angestammtes Geschäftsmodell, das ihnen technologieaffine Fintech-Unternehmen streitig machen. Rund 87 Prozent deutscher Banken kooperieren mit Fintech-Unternehmen, ergab eine Umfrage des Bundesfinanzministeriums. […]

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Finanzierung per Mausklick

Online-Finanzdienstleister lösen immer mehr die klassische Hausbank bei Finanzierungen ab.

Schleppende Kreditvergaben, Filialschließungen und immer weniger Service lassen Landwirte nach Alternativen suchen. Die gibt es im Internet: Neue Finanzunternehmen, die „Fintechs“ wie Online-Finetrader oder -Kreditmarktplätze versprechen schnelle und unkomplizierte Finanzierungen. Hubert Dahmen ist auf Klauenpflege von Milchkühen spezialisiert. Vor acht Jahren hat sich der Schleswig-Holsteiner selbstständig gemacht, beschäftigt inzwischen 16 Mitarbeiter. Insgesamt betreut Dahmen mit seinem Team 250 Landwirte aus dem Kreis Schleswig-Flensburg, in deren Ställen zwischen 15 und 900 Kühen stehen. „Pro Betrieb kümmern wir uns mindestens einmal im Jahr um die notwendige Klauenpflege, ausgerüstet mit Gattern und Klauenpflegeständen“, berichtet der Fachagrarwirt über sein Tagesgeschäft.

Weil regelmäßig durchgeführte Fußbäder die Klauengesundheit stärken, entsteht Dahmens Idee eines vollautomatischen Fußbades, zusammengesetzt aus einzelnen Betonteilen. Anders als bei herkömmlichen Anlagen. soll der Austausch der Flüssigkeit automatisch erfolgen: Der Landwirt dosiert das Klauenpflegemittel individuell per Knopfdruck, ohne damit in Berührung zu kommen. Um seine Idee umzusetzen, benötigt der Unternehmer damals 75.000 Euro Fremdkapital. „Aufgrund der Milchpreiskrise wollte unsere Hausbank das Projekt nicht vorfinanzieren“, erinnert er sich.

Von seiner Unternehmensberaterin erfährt Dahmen von einem Crowdfinanzierer (weiterlesen)