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Exportmärkte für Lebensmittelproduzenten werden immer attraktiver

Für produzierende Betriebe aus der Lebensmittelbranche wird der Blick über die Grenzen Deutschlands hinaus immer lohnenswerter. Das zeigt das aktuelle Exportbarometer, das von der Unternehmensberatung Pwc im Auftrag der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erhoben wird. Der Indikator beruht auf einer regelmäßigen Befragung von 400 Geschäftsführern und Exportleitern aus der Lebensmittelbranche. Im Dezember 2017 stieg der Stimmungsindex im Vergleich zum Vorjahr um fünf Punkte auf 46 Zähler. Die positiven Geschäftserwartungen ziehen sich durch alle Teilbranchen der Lebensmittelindustrie wie Feinkost, Fertiggerichte, Öle, Getränke oder Süßwaren.

Weniger Handelshemmnisse, mehr Exportchancen

Differenzierter zeigt sich der Trend bei der Betrachtung der Zielmärkte: Während die Erwartungen beim Absatz ins EU-Ausland überwiegend konstant verlaufen, ist ein Zuwachs bei den Exporten in Drittländer wie China, Japan, Russland oder die Vereinigten Arabischen Emirate zu verzeichnen. Neue Perspektiven erhoffen sich viele Betriebe aus der Lebensmittelbranche auch beim Export nach Kanada, Südafrika, Südkorea und in die Ukraine. Mit diesen Staaten hat die EU Handelsabkommen geschlossen, die bereits in Kraft getreten sind oder zumindest vorläufig gelten. Gerade im oftmals von Handelshemmnissen belasteten Lebensmittel-Exportgeschäft bringen solche Abkommen wichtige Erleichterungen beim grenzüberschreitenden Handel.

Eine Herausforderung ist der Export in Nicht-EU-Staaten für mittelständische Betriebe, die in der Lebensmittelbranche den Löwenanteil ausmachen. Denn: 95 Prozent der knapp 6.000 Lebensmittelproduzenten haben laut BVE-Unternehmensstatistik weniger als 250 Mitarbeiter. In Unternehmen dieser Größenordnung reicht die personelle Kapazität oftmals nicht aus, um für den Export in Staaten außerhalb der EU eine umfassende Länderexpertise aufzubauen. Gerade wenn es um die Abwicklung der Exportformalitäten geht oder Bonität des Auslandskunden einzuschätzen ist, stehen Mittelstandsbetriebe häufig vor schwierigen Aufgaben – vor allem dann, wenn der Kunde im Ausland ein längeres Zahlungsziel oder eine Finanzierung des Geschäfts wünscht.

Exportfinanzierung für mittelständische Lebensmittelproduzenten

Auf elegante Weise können mittelständische Lebensmittel-Exporteure dieses Problem lösen, indem sie Finetrading als Finanzierungsinstrument einsetzen. Die DFT Deutsche Finetrading AG bietet eine einfach zu handhabende und bankenunabhängige Finanzierungsmöglichkeit an, die besonders gut für Mittelständler geeignet ist. Die Finanzierung basiert darauf, dass sich der Finetrader als Zwischenhändler einschaltet und die Ware direkt an den eigentlichen Kunden weiterveräußert. Der Zwischenhandel findet lediglich auf der rechtlichen Ebene statt, während die Ware direkt vom Produzenten an den Abnehmer im Ausland geliefert wird. Der Finetrader begleicht die Rechnung des Lieferanten sofort und gewährt beim Weiterverkauf dem Abnehmer ein Zahlungsziel bis zu sechs Monaten.


Beispiel: Ein deutscher Hersteller von Fertiggerichten hat einen Importeur in Südafrika gefunden, der Produkte im Wert von 50.000 Euro ordern will. Allerdings möchte er erst nach vier Monaten zahlen, um so die Zeit bis zum Abverkauf der Waren zwischenzufinanzieren. Würde der Hersteller direkt liefern, müsste er das Bonitätsrisiko in einem für ihn noch unbekannten Wirtschaftsraum eingehen. Der Finetrader hat hingegen seinen Sitz in Deutschland, bezahlt die Rechnung sofort und übernimmt bei der anschließenden Exportfinanzierung über das langfristige Zahlungsziel auch das Ausfallrisiko.

Davon profitieren beide Parteien: Der deutsche Produzent muss sich nicht mit Bonitäts- und Länderrisiken befassen, und der ausländische Exportkunde erhält die Ware mitsamt der passgenauen Finanzierung als Gesamtpaket.

 

Link zum Exportbarometer: https://www.pwc.de/exportbarometer-dezember2017

 

Fintechs etablieren sich im B2B-Geschäft

ING-Studie: Das B2B Geschäft 

Während die Publikumspresse häufig über Fintechs berichtet, deren Zielgruppe hauptsächlich aus Privatkunden besteht, sind technologiebasierte Finanzunternehmen mit dem Firmenkundengeschäft als Schwerpunkt weit weniger bekannt. Doch das heißt noch lange nicht, dass das Segment der digitalen Finanzdienstleister im Firmenkunden- oder B2B-Geschäft weniger bedeutsam wäre.

Eine aktuelle Studie des niederländischen Finanzkonzerns ING zeigt, auf welch vielfältige Weise Fintechs die traditionellen Geschäftsmodelle der Banken im Firmenkundengeschäft herausfordern. Die Zeiten, in denen für Unternehmer die Hausbank der erste Ansprechpartner in allen Fragen rund um Finanzierung, Zahlungsverkehr und Kapitalanlage war, neigen sich rasant dem Ende zu. Denn: Entscheidend für Unternehmer sei nicht die Zuordnung eines Finanzpartners zum Banken- oder Fintech-Sektor, sondern der Mehrwert, den dieser zu bieten habe, heißt es in der Studie.

 

Digitale Finanzierungslösungen sind ein Schwerpunkt

Mittlerweile stehen in allen Bereichen der unternehmerischen Finanzen Fintechs im lebhaften Wettbewerb zu Banken und anderen klassischen Finanzdienstleistern. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist dabei die Unternehmensfinanzierung. „Insbesondere auf der Finanzierungsseite haben sich zahlreiche Anbieter etabliert, die in verschiedenen Spielarten entlang der Lieferkette Finanzierungen vermitteln oder klassische Fremdfinanzierungen über Plattformen organisieren“, schreiben die Autoren der ING-Studie.

Ziel der meisten Fintechs ist es nicht, das Geschäft der Banken obsolet zu machen. Vielmehr wollen sie mit ihren Produkten und Dienstleistungen dazu beitragen, dass für Unternehmen die Finanzgeschäfte effizienter und transparenter abgewickelt werden. Die Studie zählt einige Vorteile auf, von denen Unternehmen durch das Aufkommen technologiebasierter Finanzdienstleister profitieren können: „Die Auswahl unter den Anbietern wird größer, etliche Prozesse werden schneller, verlässlicher und günstiger.“

Fintechs als Türöffner zu neuen Finanzierungswegen

Dazu kommt, dass Fintechs gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen ein Türöffner zu bislang nicht gangbaren Finanzierungswegen sein können. Weil digitale Prozesse die Fixkosten bei bestimmten Transaktionen und Geschäften drastisch verringern, lassen sich in vielen Bereichen die Untergrenzen für Finanzierungsangebote deutlich senken.

Beispiel Finetrading: Hier gelingt es der Interfin GmbH dank weitgehender Automatisierung von Prüfungs- und Abwicklungsprozessen, beim Online-Abschluss einen Finanzierungsrahmen ab 10.000 Euro anzubieten. Die bankenunabhängige Finetrading-Finanzierung erfolgt über die Einschaltung des Finetraders als Zwischenhändler, der dem Finanzierungskunden ein Zahlungsziel bis zu sechs Monaten gewährt. Damit lässt sich beispielsweise für kleinere Handelsunternehmen die Einkaufsfinanzierung von saisonalen Waren ebenso effizient wie flexibel gestalten.

So wie Finetrading als digitalisierte Fintech-Finanzierung den klassischen Bankkredit ergänzt, wird auch durch andere Fintech-Lösungen der finanzielle Werkzeugkasten für Unternehmen erweitert. Fest steht, dass der noch junge Markt gerade für den Mittelstand noch einige Innovationen bieten dürfte. Denn die Studienautoren bestätigen, dass das Segment der kleinen und mittelgroßen Unternehmen bei B2B-Fintechs besonders begehrt ist: „Zwei Drittel der Anbieter haben ausschließlich diese Zielgruppe im Visier.“

 

Link zur Studie: https://www.ing.de/media/1962505/finance-fintech-studie.pdf

Von Dirk Oliver Haller

Das Unternehmen der Zukunft ist flexibel – auch bei der Finanzierung

Wie wirkt sich der tiefgreifende technologische und ökonomische Wandel konkret auf die Zukunft der Unternehmen aus? Dieser Frage ist die Managementberatung Bain & Company nachgegangen, die in ihrer aktuellen Studie „The Firm of the Future“ einige Kernthesen zu den zukünftigen Erfolgsfaktoren für Unternehmen aufgestellt hat.

Wichtigste Erkenntnis: Der Wandel von Technologien und Geschäftsmodellen wird sich weiter beschleunigen, und so genannte disruptive Entwicklungen sind auf dem Vormarsch. Letzteres bedeutet, dass die Entwicklung neuer Produkte oder Geschäftsideen nicht mehr auf der organischen Modernisierung des bereits Vorhandenen beruht, sondern auf einem radikal neuen Denkansatz, der im Erfolgsfall innerhalb kurzer Zeit das Aus für traditionelle Geschäftsmodelle bedeuten kann.

Je rasanter sich die Marktbedingungen wandeln, umso mehr Flexibilität wird von den Unternehmen gefordert, so das Fazit der Bain-Studie. Beweglichkeit bei der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten durch Netzwerke und On-Demand-Services, schnell anpassbare Organisationsformen, kurze interne und externe Kommunikationswege – diese Gesichtspunkte zählen nach Ansicht der Studienautoren zu den Eigenschaften, die ein zukunftsfähiges Unternehmen vorweisen muss.

 

In allen Unternehmensbereichen mehrere Optionen offenhalten

Eine weitere Kernthese aus der Studie lautet: „Für ein erfolgreiches Vorankommen reicht ein Motor allein künftig nicht mehr aus.“ Dies gelte nicht nur bei der Produktstrategie, die neben den bewährten Cash-Cows stets ein Portfolio an mutigen Neuentwicklungen enthalten sollte, sondern auch bei der Unternehmensfinanzierung. Wer sich allein auf die klassischen Finanzierungsinstrumente Eigenkapital und Bankkredit stützt, lässt wichtige Potenziale ungenutzt, wenn es bei schnellen strategischen Entscheidungen um die ebenso schnelle wie passgenaue Finanzierung geht.

„Die Gewinnung von Eigenkapital und der Abschluss von Krediten wird weiterhin für Unternehmen lebensnotwendig bleiben, doch die Kapitalstrukturen werden flexibler“, schreiben die Autoren der Studie. Konkret bedeutet das, dass einzelne Finanzierungsmaßnahmen künftig noch genauer auf die zu finanzierende Investition abgestimmt werden. Auch gibt es klare Tendenzen zur Ausweitung der Zahl der Finanzierungspartner, um im Bedarfsfall aus einem Pool potenzieller Geldgeber das effizienteste Angebot herausfiltern zu können.

Projektorientierte Finanzierungsstrategie als Zukunftstrend

Für Investoren geht es bei der Unternehmensfinanzierung der Zukunft weniger darum, einen gewissen Anteil an der Gesamtfinanzierung des Betriebs zu übernehmen, als vielmehr innerhalb des vielschichtigen Finanzierungsbedarfs im Unternehmen Kapital für ein konkretes Projekt zur Verfügung zu stellen.

Der Siegeszug dieses Denkens zeigt sich nicht nur im Crowdfunding, das gerne als Paradebeispiel für die projektbasierte Unternehmensfinanzierung angeführt wird. Auch die Finanzierung immer wiederkehrender Projekte wie etwa der Einkauf von saisonalen Handelswaren oder die Beschaffung von Rohstoffen lässt sich schon heute so skalieren, dass sie mit Blick auf die Liquidität und Flexibilität optimal an die Kapitalbindung angepasst werden kann.

 

Finetrading als Baustein im Finanzierungsmix

Ein innovatives Instrument für die effiziente Einkaufsfinanzierung ist Finetrading, bei dem die Finanzierung durch die Einschaltung des Finetraders als virtueller Zwischenhändler über das mehrmonatige Zahlungsziel erfolgt. Wichtiger Vorteil neben der äußerst flexiblen und einfachen Handhabung: Beim Einsatz von Finetrading werden keine Pfandrechte als Sicherheit benötigt, so dass der finanzielle Gestaltungsspielraum in voller Höhe erhalten bleibt. Gerade mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens erweist sich Finetrading somit als vielseitig einsetzbares Instrument in der projektorientierten Einkaufsfinanzierung.

Von Dirk Oliver Haller

 

(Quelle: http://www.bain.de/Images/BAIN_BRIEF_Firm_of_the_Future.pdf)

 

Hohe Kosten hemmen Digitalisierung im Handel

Der deutsche Fach- und Einzelhandel befindet sich in einer epochalen Umbruchphase: Die Transformation von stationärem Handel zum Onlinehandel sowie die zunehmende Marktmacht großer Handelsketten sind vor allem für kleinere Einzelhändler eine immense Herausforderung. Wer sich auf Dauer im schärfer werdenden Wettbewerb halten will, braucht innovative Strategien für das stationäre und digitale Geschäft. Allerdings stehen gerade kleinere Handelsunternehmen vor hohen Hürden, wenn es um die Erschließung des Onlinehandels als zusätzlichen Vertriebskanal geht. Das zeigt die aktuelle Einzelhandelsstudie 2017, die gemeinsam vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Universität Regensburg erstellt wurde.

Während mehr als die Hälfte der großen Handelsbetriebe einen eigenen Onlineshop betreibt, liegt der Anteil der Shopbetreiber im Segment der kleinen Händler bei lediglich 30 Prozent. Dabei sehen Experten die besten Zukunftsaussichten für Handelsunternehmen in der Verknüpfung von stationärem und digitalem Handel – ein Fakt, der auch von bislang ausschließlich stationär agierenden Händlern durchaus wahrgenommen wird: Jeder vierte Befragte erwartet auf Sicht der nächsten fünf Jahre rückläufige Umsätze im klassischen Ladengeschäft.

Kleinere und mittelständische Händler unter Druck

Doch die Einführung des Onlinehandels als zweites Standbein ist für Händler oft nur mühsam zu bewerkstelligen. Noch vor Zeitmangel und fehlenden personellen Ressourcen stehen die hohen Kosten ganz oben auf der Rangliste der Hindernisse beim Aufbau eines Onlineshops. Gut sechs von zehn Befragten gaben an, dass hohe Kosten ein wichtiges oder sehr wichtiges Kriterium dafür gewesen seien, vorerst auf die Einrichtung einer Onlinepräsenz zu verzichten.

Gerade aus Sicht kleinerer und mittelständischer Handelsunternehmen, deren Margen aufgrund des immer schärferen Wettbewerbs mehr denn je unter Druck stehen, erscheint das Kostenargument plausibel. Doch wer nicht investiert, riskiert auf lange Sicht den Verlust von Marktanteilen und gefährdet möglicherweise sogar die Zukunftsfähigkeit seines Betriebs.

 

Moderne Einkaufsfinanzierung schafft Liquidität für notwendige Investitionen

Für Händler gilt es daher Wege zu finden, um die Ertragslage und Liquidität des Unternehmens so zu optimieren, dass für die Finanzierung von Online-Investitionen ausreichende Eigenmittel zur Verfügung stehen. Ein bedeutsamer Ansatzpunkt ist hierbei die Einkaufsfinanzierung – immerhin sind im Warenbestand  häufig liquide Mittel in beträchtlicher Höhe gebunden. Das gilt vor allem dann, wenn der Händler vorwiegend saisonale Produkte anbietet und einige Monate zwischen Beschaffung und Verkauf zwischenfinanzieren muss. Erschwerend kommt oft hinzu, dass kleine Händler im Einkauf weitaus engere Zahlungsziele vorgegeben bekommen als Großabnehmer, die ihre Marktmacht auch beim Aushandeln der Zahlungskonditionen ausspielen können.

Mit Finetrading als einfach zu handhabendem Finanzierungsinstrument können auch kleinere und mittelständische Handelsbetriebe ihre Einkaufskonditionen verbessern und Liquidität generieren. Der Finetrader schaltet sich dabei als Zwischenhändler ein, bezahlt die Rechnung des Lieferanten sofort und gewährt dem Händler ein bis zu sechsmonatiges Zahlungsziel. Doppelter Vorteil: Dank der großzügig bemessenen Zahlungsfrist kann der Händler nicht nur die liquiden Mittel erhöhen, sondern die Sofortzahlung durch den Finetrader in der Konditionenverhandlung mit dem Lieferanten als Argument einsetzen.

„Nun gilt es die richtigen Antworten zu finden, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können“, schreiben die Autoren der Einzelhandelsstudie. Eine der Antworten ist der Einsatz moderner Finanzierungsinstrumente wie Finetrading, um für die mit der Digitalisierung verbundenen Investitionen Liquidität zu schaffen.

 

Von Dirk Oliver Haller

 

Hohe Kosten hemmen Digitalisierung im Handel

Schenken Sie Ihren Kunden 120 Tage Zahlungsziel

Von Michael Wipplinger

Finetrading, bekannt aus dem Finanz- und Handelswesen, hilft dem Vertrieb bei der Absatzfinanzierung und sichert dem Kunden Liquidität.

Mittelständische Unternehmer haben es zeitweise schwer. Bevor sie mit Produkten auf den Markt gehen und Gewinn durch den Verkauf erzielen können, müssen Materialien bei Lieferanten eingekauft und vorfinanziert werden. Gerade in Wachstumsphasen, bei volatilen Marktpreisen oder während saisonaler Spitzen benötigen Unternehmer – Ihre Kunden – hier vermehrt Kapital. Dieses beschaffen sich viele durch den Gang zur Hausbank. Sehr häufig mit dem Resultat, dass sie lange auf das benötigte Geld warten und über jeden Cent Rechenschaft abgelegen müssen.

Flexibilität ist Mangelware

Vielen Finanzierungsmodellen, beispielsweise auch dem bekannten Factoring, fehlt es an Schnelligkeit und der, im Mittelstand so dringend benötigten, Flexibilität. Nicht so bei Finetrading, der Geldquelle, die ganz ohne Bank auskommt. Hier treffen sich Dienstleister und Unternehmer auf Augenhöhe. Zudem ist es simpel: In die bestehende Geschäftsbeziehung zwischen Lieferant und Abnehmer schaltet sich ein Zwischenhändler (Finetrader) ein, der die kaufmännische Abwicklung der Order übernimmt. Die Verhandlung der Angebotskonditionen führen Sie nach wie vor unmittelbar mit Ihrem Abnehmer.

Der Finetrader hingegen wird Ihr neuer Debitor. Dadurch ändern sich für Sie zwei Dinge. Erstens: Sie verzeichnen planbar und sicher den Geldeingang aus Verträgen binnen drei Banktagen. Zweitens: Sie stärken nachhaltig Ihre Kundenbeziehung und punkten damit im Wettbewerb.

Herausforderung Mittelstandsfinanzierung

Warum Finanzierungen heutzutage so komplex geworden sind, erklärt sich rasch beim Blick auf die globalen Märkte. Bereits vor 10 Jahren wurde ersichtlich, dass die Kapital- und Güterströme vorrangig von Großbanken gesteuert werden. Missbrauch war vorprogrammiert. Die Staatengemeinde reagierte mit Regulierungen, die aber erst Anfang 2007 mit Basel II langsam griffen. Endgültig werden die Institute wohl erst 2019 mit den Folgeregelungen diszipliniert. Leidtragende sind in dieser gesamten Zeit die Unternehmer, die steigende Kapitalkosten und sinkende Liquidität hinnehmen mussten.

Gut beraten sind Sie, wenn Sie auf alternative Dienstleistungen setzen, die schon früh Ihre Praxistauglichkeit bewiesen haben. Finetrading wurde aus der Taufe gehoben, weil Studien beweisen konnten, dass der Mittelstand nur in knapp 30% der Fälle Skonto zieht. Schnell war das Ziel formu-liert, eine Einkaufsfinanzierung anzubieten, um die verlorenen Vorteile aus der Nicht-Skontierung zu heben.

Mit Finetrading können Unternehmer erneut Skonto nutzen. Und on top kaufmännische Skaleneffekte verhandeln. Lieferanten hingegen reduzieren ihr Ausfallsrisiko auf null. Weiterhin erhöht sich die Planbarkeit der Cashzuflüsse. Mehr als 1.500 Nutzer haben seither diese fristenkongruente Einkaufsfinanzierung in der Praxis getestet und für tauglich befunden. Finetrading reduziert gezielt das typische Spannungsverhältnis im Handel zwischen Ein- und Verkauf. Und wo, wenn nicht im Vertrieb, geht es darum eine entspannte Atmosphäre zu schaffen?

Wie erreichen Sie Ihre Vertriebsziele?

In Vertriebsorganisationen sind Produkte und Verkaufsargumente üblicherweise klar definiert. Selten gibt es klare produktspezifische Merkmale, die den Ausschlag für oder gegen den Kauf ausmachen. Häufig beruhen die Kaufentscheidungen Ihrer Kunden auf weichen Faktoren, wie persönlicher Beratung, Nähe, Service oder Emotionen. Es ist also das Paket aus Haupt- und Begleitleistung, die Ihren Vertriebserfolg ausmacht. Als Händler sind uns die typischen Ziele der Besteller bekannt. Diese haben häufig unabhängig von Größe oder Branche Gültigkeit: Sie wollen lange Zahlungsziele, gute Einkaufskonditionen sowie kurze Liefer- und saisonale Bestellzyklen. Ihre Aufgabe als Sales-Spezialist wird nicht zuletzt daran gemessen, die entgegengesetzten Ziele des Verkäufers in Einklang mit dem Kunden zu bringen. Denn als Lieferant wünschen Sie sich kurze Zahlungsziele, wenig Skontonutzung und wiederkehrende Bestellzyklen.

Wie kann Finetrading helfen?

Finetrading ist ein passgenaues Tool, um dieses Delta zu reduzieren und um Sie näher an Ihren Rechnungszahler rücken zu lassen. Vielfach stehen erst am Ende der Verkaufskette die Fragen der Finanzierung oder Versicherung. Wie häufig ist es Ihnen passiert, dass neue oder bestehende Abnehmer beim Vertragsabschluss aus Gründen der Bonität oder Kreditversicherung abgelehnt werden mussten? Wäre es nicht hilfreich, wenn diese Parameter möglichst früh feststünden, um Vertriebsaktivitäten nicht ins Leere laufen zu lassen? Mit dieser Finanzierung erhöhen Sie die Flexibilität des Bestellers beim Einkauf. Sowohl Marktlage, als auch Cashreserven sinken in der Bedeutung der Entscheidungsfindung. Die Bestellung findet entsprechend der Auftragslage statt. Zusätzlich verbessern Nutzer ihre Kennzahlen, optimieren ihre Bilanzen und senken ihre Gewerbesteuerlast. Schlussendlich schlägt sich die Warenfinanzierung in weniger strapazierten Bankenlinien und Sicherheiten Ihrer Kunden nieder.

Geringe Kreditversicherung auffangen

Als leidliches Thema kennen Sie sicherlich die Warenkreditversicherung. Denn wer verkauft muss fallweise seine Abnehmer versichern. Allzu häufig platzen dann Deals, da Ihr Kunde keine ausreichende Bonität hat. Auch hier kann Ihnen Finetrading beim Absatz helfen. Denn solche Dienstleister sind in den meisten Fällen bei den weltweiten Rückversicherern als Großkunden registriert. Hier sticht Masse Ihre Klasse. Im Gegenzug können Sie sicher sein, dass zumeist die maximal gewünschte Liefermenge erreicht wird, da nun die Bonität des Spezialisten greift. Das spart Ihrem Haus weitere Kosten, denn mit der Kreditversicherung geht auch die Gefahr des Ausfalls an den Dienstleister über – während in Ihrer Sales-Statistik der Cash-Zufluss eingebucht ist.

Fazit:

Finetrading ist ein neuartiger, cleverer Finanzierungsweg, der sich an Einkäufer richtet, die ihre Liquidität stärken wollen. Absolute Pluspunkte sind völlige Banken-unabhängigkeit, die hohe Mittelstandstauglichkeit und die Schnelligkeit. Viele Unternehmer setzen Finetrading ein, um in Zeiten veränderter Finanzmärkte ihre Bankkredite zu ergänzen und unabhängiger zu sein. All diese Aspekte können sich moderne Vertriebler auch zunutze machen und vice versa für den Absatz ihrer Produkte beim Abnehmer einsetzen. Insbesondere in engen Märkten mit hohem Wettbewerb, in denen sich die Anbieter kaum durch produktspezifische Merkmale differenzieren, sind Service Tools richtige Verkaufstreiber. Setzen Sie Finetrading ein, um mehr zu verkaufen, schneller und planbarer Erträge einzufahren und um Ihre Kunden langfristig zu binden.

Quelle: rocke-seller.com